Obligationsfunktion

Z

Bedeutungen

[1] Textlinguistik: Intention der Texte, deren Textfunktion hauptsächlich darin besteht, dass der Verfasser sich auf eine zukünftige Handlung oder Unterlassung festlegt
Gegenwörter
[1] Appellfunktion, Informationsfunktion, Kontaktfunktion, Deklarationsfunktion
Oberbegriffe
[1] Textfunktion
Beispiele
[1] Die Obligationsfunktion ist die dominierende Textfunktion in Textklassen wie Angeboten, Versprechen, Zusagen u.ä.
[1] „Die Obligationsfunktion ist eng verbunden mit thematischen Einstellungen voluntativer und intentionaler Art (...).“❬ref❭, Seite 121.❬/ref❭
[1] „Textsorten mit Obligationsfunktion sind Vertrag, Vereinbarung, Garantieschein, Gelübde, Gelöbnis, Angebot usw.“❬ref❭Zuzana Jungová: Textsorten in der Presse und Publizistik und ihre stilistische Realisierung. Diplomarbeit, Brünn 2006, Seite 13. Zugriff 18.1.13.❬/ref❭
[1] „Eine Obligationsfunktion beinhaltet eine Verpflichtung, die sich aus dem Text ergibt.“❬ref❭Sandra Scheidemann: Strategie in der Krisenkommunikation von Unternehmen - Eine textlinguistische Betrachtung von Pressemitteilungen in Krisenfällen anhand der Beispiele EADS und Siemens AG, LINSE (Linguistik-Server Essen 2007, Seite 11. Zugriff 18.1.13.❬/ref❭
[1] „Texte mit Obligationsfunktion sind solche, in denen sich ein Sprecher oder Schreiber selbst verpflichtet, eine bestimmte Handlung zu vollziehen.“❬ref❭, Seite 841.❬/ref❭

Referenzen

[1] , Seite 120-121.
[1] , Seite 1153, Kapitel Textfunktionen.
[1] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Auflage Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort: „Textfunktion“. ISBN 3-494-02050-7.
Quellen

Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ Obligationsfunktion Obligationsfunktionen
Genitiv Obligationsfunktion Obligationsfunktionen
Dativ Obligationsfunktion Obligationsfunktionen
Akkusativ Obligationsfunktion Obligationsfunktionen

Worttrennung

Ob·li·ga·ti·ons·funk·ti·on, Ob·li·ga·ti·ons·funk·ti·o·nen
Aussprache
IPA obliɡaˈʦi̯oːnsfʊŋkʦi̯oːn, obliɡaˈʦi̯oːnsfʊŋkʦi̯oːnən
Hörbeispiele: ,