Schmant

Z

Bedeutungen

[1] landschaftlich, besonders westmitteldeutsch❬ref name= "Duden"❭, Seite 640 Eintrag „Schmant“❬/ref❭ (ostmitteldeutsch❬ref name= "Ammon"❭, Seite 676 Eintrag „Schmant“❬/ref❭): Rahm, Sahne (Süßrahm❬ref name= "Ammon"/❭)
[2] ostmitteldeutsch, südmeißnisch, vorerzgebirgisch, übertragen: (fettiger) Schmutz, Schlamm, Matsch❬ref❭Sächsisches Volkswörterbuch; Gunter Bergmann (Herausgeber), Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, ISBN: 978-3937146-81-2; Seite 290❬/ref❭
Herkunft
[1] In der Bedeutung seit dem 15. Jahrhundert im Hoch- und Niederdeutschen belegt – spätmittelhochdeutsch smant❬ref name="Duden"/❭, mittelniederdeutsch smant(smand❬ref name="Duden"/❭)/ niederdeutsch Smand – sind (vermutlich) verwandt mit mittelniederdeutsch smõdeweich, geschmeidig“ (dazu altsächsisch smōðisanftmütig“; altenglisch smōþsanft“, englisch smoothglatt, eben“)❬ref name= "Pfeifer"❭, Seite 1220 Eintrag „Schmant“❬/ref❭; das Wort kam durch die Deutsche Ostsiedlung in die ostdeutschen Mundarten❬ref name="Duden"/❭
oder
In der Bedeutung „(saure) Sahne“ seit dem 15. Jahrhundert belegt; wie das Heteronym Schmetten aus gleichbedeutend tschechisch smetana enlehnt❬ref❭, Seite 813 Eintrag „Schmant“❬/ref❭
[2] in der übertragenen Bedeutung seit dem 18. Jahrhundert bezeugt❬ref name="Pfeifer"/❭
Synonyme
[1] Nidel, Schmetten, Obers,❬ref❭, Seite 313, Eintrag „Schmetten“❬/ref❭ Flott
Oberbegriffe
[1] Milchprodukt
Beispiele
[1] „Carluscha, lauf recht zu Maddly und bestelle ein paar Botelljen süßen Schmant; Streuzucker habe ich eine große Tüte voll in meinem Ridicül.“❬ref❭❬/ref❭
[1] „Die Salatbereitung unterschied sich hier zumeist von der oben beschriebenen dadurch, daß statt Öl und Essig Schmant (saure Sahne) und Zucker genommen wurde, also süßsauer bereitet wurde.“❬ref❭❬/ref❭
[1] Ein Brief 1781 von Hamann an Herder: Hier wird eine große Schüssel mit Schmant und Glums aufgetragen, welche der Mutter Schwester, eine arme Landfrau, mitgebracht hat.❬ref❭Brief von Johann Georg Hamann, Königsberg 1781 an Herder, S.193 :"Schmant und Glums ..wie Schaumgerichte"❬/ref❭
[2] „Sie schrubbert und seift. Der Dreck hat hier einen grauen Bart. Der Dreck ist so alt wie der ganze Kolk. Man wußte ja gar nicht, daß es Glas war. Das war ja alles ein Schmant und Schmier.“❬ref❭❬/ref❭
Wortbildungen
Schmantkartoffeln, Schmantkuchen

Referenzen

[1,] , Seite 858
[1,] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache Schmant
[1] canoo.net Schmant
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon Schmant
[1] Wikipedia-Artikel Schmant
Quellen

Substantiv, m

Kasus Singular Plural
Nominativ Schmant
Genitiv Schmants
Schmantes
Dativ Schmant
Schmante
Akkusativ Schmant

Alternative Schreibweisen

Schmand
Worttrennung
Schmant, kein Plural
Aussprache
IPA ʃmant
Hörbeispiele: